St.Fiden stellt sich auf späteren Baustart ein
News Katholisch St.Gallen, 26. März
Im Foyer des Pfarreiheims St.Fiden haben sich am 24. März gegen 70 Pfarreiangehörige eingefunden, um über die Zukunft des Pfarreiheims zu erfahren. Katholisch St.Gallen geht an diesem zentralen und attraktiven Standort einen neuen Weg und sucht zur Nutzungsverdichtung und Kostensenkung einen externen, möglichst «wertenahen» Partner. Eine aussichtsreiche Kandidatin ist kürzlich ausgestiegen, wodurch sich die Sanierung verzögert. Der ehrgeizige Zeitplan sah den Baustart diesen Frühling vor.
Nun muss allerdings eine neue Mitmieterin gefunden und das Raumbedürfnis im Detail geklärt werden. Im Hintergrund sind Gespräche mit mehreren interessierten Institutionen am laufen. Pfarreibeauftragte Priska Filliger Koller und Hansueli Rechsteiner, KVR-Mitglied, haben sich am Infoabend zuversichtlich gezeigt, dass der Prozess erfolgreich fortgeführt werden kann und dass der Baustart zeitnah erfolgen kann. Die vielen Gruppierungen der Pfarrei haben sich für die Bauphase bereits eingestellt. Viele Utensilien für die Aktivitäten sind in Kisten verpackt worden. Für einzelne Anlässe werden sie je nach Situation ausweichen müssen und zum Beispiel im Neudorf die Durchführung planen.
Die Katholische Kirchgemeinde St.Gallen hat einen zukunftsweisenden Weg eingeschlagen. Das Kirchgemeindeparlament hat einem Bauprojekt zugestimmt, das eine Co-Nutzung des Pfarreiheims St.Fiden vorsieht. (Medienmitteilung vom 20. November 2025)
Die Katholische Kirche in der Stadt St.Gallen stellt in St.Fiden eine zukunftsweisende Weiche. Das in die Jahre gekommene Pfarreiheim an der Greithstrasse wird auf diese Weise saniert, dass es in Zukunft zusammen mit einem Drittanbieter genutzt werden kann. Das Kirchgemeindeparlament hat am Mittwochabend im Waaghaus einen entsprechenden Baukredit von rund 1,7 Millionen Franken genehmigt. Das Pfarreiheim sowie das danebenstehende Nebenhaus werden statisch ertüchtigt und so für die zukünftige Nutzung renoviert. Denn neben dem Drittanbieter wird auch das Pastoralteam in diese Räume ziehen und das bisherige Pfarramt aufgeben. So kann die Zukunft des Standorts St.Fiden gesichert und die finanziellen Risiken erheblich gesenkt werden. Einigen Parlamentsmitgliedern waren die finanziellen Sicherheiten noch zu gering. Sie stimmten als Minderheit einem Änderungsantrag zu, der vorsah, den Baustart in St.Fiden an einen rechtsgültigen Mietvertrag zu knüpfen. Denn ein allfälliger Drittanbieter – man ist mit einer soziokulturellen Institution im Gespräch – bekundet zwar grosses Interesse an den Räumen, hat aber bislang noch keine definitive Zusage erteilt. Für die Parlamentsmehrheit war die Ausgangslage mit der Vorlage dennoch geschaffen, um dieses zukunftsweisende Projekt zu genehmigen. Hinter dem Projekt steht auch das Pastoralteam, das sich nun auf eine «hoffnungsvolle» Zeit mit einem Partner freut, der die gleichen Werte wie die Kirche teile.
Kirchgemeinde zahlt ans Dach
Neben der St.Fiden-Vorlage wurde drei weitere Geschäfte an der Sitzung behandelt. Das Parlament genehmigte die Bauabrechnung zur Sanierung der Kirche Rotmonten, die mit rund 0,77 Millionen Franken weniger Nettokosten vorweist als die geplanten 0,84 Millionen Franken. Bald soll in der Stadt ein weiteres Kirchendach saniert werden. Es handelt sich dabei um kein geringeres als jenes der grossen Kathedrale. Diese Zentrums- und Bistumskirche betreibt die Kirchgemeinde zusammen mit dem Katholischen Konfessionsteil. Dieser kann die Kosten von rund 7,7 Millionen Franken unmöglich alleine stemmen. Neben denkmalpflegerischen Beiträgen von Kanton und Bund soll ein Anteil auch über ein Crowdfunding zusammenkommen. Zudem ersucht der Konfessionsteil die Kirchgemeinde um eine Teilzahlung. Der Kirchenverwaltungsrat schlug dem Parlament einen Beitrag von gerundet 0,47 Franken vor, was einem Anteil der Gesamtkosten von 6,12 Prozentpunkten entspricht. Das Parlament stimmte der Vorlag einstimmig zu.
Mit nur zwei Enthaltungen wurde auch das Budget 2026 durchgewunken. Dieses kann trotz rückläufiger Steuereinnahmen nochmals ausgeglichen präsentiert werden. Der Beschluss zum Budget unterliegt dem fakultativen Referendum. Dieses kann bis am 22. Dezember ergriffen werden.