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Quelle: Katholisch St.Gallen

Aktion für verstorbene Flüchtlinge startet

Mittwoch, 17. Juni 2026

Am Wochenende findet die Aktion «Beim Namen nennen» statt. Dabei gedenken Menschen verschiedener Religionen der Flüchtlinge, die auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen. (Medienmitteilung vom 16. Juni)

Es ist eine berührende Aktion. Am Samstag und Sonntag verlesen Freiwillige die Namen verstorbener Flüchtlinge sowie den Grund für ihr tragisches Ableben. Seit 1993 sind über 72’000 Fälle von der NGO «UNITED Against Refugee Deaths» dokumentiert worden. Opfer sind Babys, Kinder, Männer und Frauen, die im Meer ertrunken sind oder auf dem Landweg ihr Leben liessen. Die Aktion «Beim Namen nennen» erinnert seit 2019 daran, dass hinter jedem Tod ein Mensch und ein Schicksal steckt.

Stadträte helfen mit

Neben dem Verlesen werden jeweils Name und Todesursache von jedem Einzelnen auf Stoffstreifen geschrieben. Diese hängen die Freiwilligen dann an einer Vorrichtung auf, die öffentlich sichtbar ist. Mit der interreligiösen Aktion stehen Menschen dafür ein, dass beim Thema Asyl die Menschlichkeit nicht untergeht. Auch verschiedene Stadträte helfen bei der Aktion mit. Wer Teil der Aktion sein will, kann sich online für eine Schicht eintragen oder auch spontan in der Kathedrale oder St.Laurenzen-Kirche mithelfen.

Die Aktion startet am Samstag um 11.30 Uhr mit einem «Cercle de silence» auf dem Klosterhof. Um 12 Uhr beginnt das Lesen der Namen in der St.Laurenzen-Kirche und dauert 24 Stunden. Am Sonntag findet um 10.30 Uhr ein interreligiöser Gedenkgottesdienst mit der Aufführung von Carl Jenkins Friedensmesse «The armed man» in der Kirche St. Laurenzen statt.

Kritik an restriktiver Politik

Die Aktion findet in zehn Schweizer und acht Deutscher Städten statt. Die nationale Aktion kritisiert offen die immer härtere Gangart gegenüber Menschen auf der Flucht. Sie sammelt Unterschriften für eine Petition, welche die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dazu auffordert, die Schutzgesuche vulnerabler Personen zu prüfen und ihnen Schutz zu gewähren.


Einweihung des Mahnmals «Sail / Segel»

Einweihung des Mahnmals auf dem Friedhof Feldli. An der interreligiösen Feier haben über 60 Personen teilgenommen. Das Kunstwerk von Ahamad Al Rayyan erinnert an tausende verstorbene Flüchtlinge.

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