Quelle: Katholisch St.Gallen
Wiborada wandert nach Winkeln
Morgen Freitag wird in der katholischen Kirche Winkeln eine Wiborada-Wanderausstellung eröffnet. Bis Ende April ist sie in Winkeln zu sehen, ehe sie zum 1100-Jahre-Jubiläumsfest weiterwandert. (Medienmitteilung vom 9. April 2026).
Der Eremit Bruder Klaus ist der Patron der katholischen Kirche in Winkeln. Im Innern der modernen Architektur erinnert eine fein geschnitzte Figur an den Heiligen, der die Eidgenossen 1481 vor einem Bürgerkrieg bewahrte. In diesen Tagen gesellt sich neben ihn eine Holzfigur, welche die circa fünfhundert Jahre ältere Wiborada von St.Gallen darstellt. «Die beiden Heiligen verbinden manche Aspekte», sagt Anita Rezzonico Häseli, Seelsorgerin in Winkeln. Die Bruder-Klaus-Kirche in Winkeln sei darum ein geeigneter Ort, die Wanderausstellung «Wiborada geht auf Reisen» zu zeigen. Morgen Freitag, 18.30 Uhr, wird die Ausstellung mit einer ökumenischen Andacht eröffnet. Zu sehen ist sie in Winkeln bis am 28. April. Rechtzeitig zum grossen 1100-Jahre-Jubiläumsfest von Wiborada am 2.Mai wird die Ausstellung in der St.Mangen-Kirche aufgerichtet.
Figuren mit Ecken und Kanten
Die Wiborada-Holzfigur ist markant geformt mit groben Ecken und Kanten. «Das passt zu Wiborada», sagt Tim Mahle, Pfarrer bei der reformierten Kirchgemeinde Straubenzell. Wiborada und Bruder Klaus hätten laut Mahle durch ihre Lebensweise polarisiert und seien durchaus auch diskussionswürdig. «Wer sich zurückzieht in eine Klause oder eine Zelle, der muss von seinem Umfeld getragen werden.» Nicht jeder Mensch könne einen solchen Lebensstil wählen. «Jemand musste zum Beispiel Essen zu ihnen bringen», fügt Mahle an. Genau um die Lebensweise und um die Spiritualität Wiboradas dreht die Ausstellung, die in der in der Seitenkapelle der Winkeln-Kirche parat steht. Es gibt Stellwände, eine Fotoecke und eine Hörstation. Die Ausstellung ist bis zum 28. April zu den Öffnungszeiten der Kirche zu sehen, täglich von 8 bis 18 Uhr.