Herzlich willkommen

«Reformen Jetzt» wurde vor rund einem Jahr gegründet – als Reaktion auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der Pilotstudie zum sexuellen Missbrauch in der Kath. Kirche der Schweiz. Unsere Bewegung war getragen von kirchlichen Mitarbeitenden und zahlreichen Gläubigen. Gemeinsam haben wir uns mit dem beschäftigt, was wir als eine Mit-Ursache für Missbrauch in der Kath. Kirche halten: drängende Reformanliegen. Grundlage war u.a. die Selbstverpflichtung unseres Bischofs Markus Büchel, der betont hat:

«Des Weiteren sind wir entschlossen, in den Themen der Machtfragen, der Sexualmoral, des Priester- und Frauenbildes sowie der Ausbildung und der Personalauswahl konkrete Schritte zu unternehmen, die auch in der Studie eingefordert werden.»

Von September 2023 bis November 2024 hat «Reformen Jetzt» sechs konkrete kirchenpolitische Reformvorstösse eingereicht. Die Hälfte davon – darunter ein energisches Eintreten für Transparenz und gute Kommunikation der Bischofswahl 2024 – wurde erfolgreich umgesetzt.
 

Wichtige Anliegen weiterverfolgen

Ein wichtiges Anliegen bleibt der Einsatz für eine diskriminierungsfreie Umgebung für kirchliche Mitarbeitende, unbesehen ihres Privatlebens und ihrer Partnerschaften – und die umfassende Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen in der Kath. Kirche, wozu auch der Zugang zu allen (Weihe-)Ämtern gehört. Beide Anliegen werden in nationalen und internationalen Gremien und Reformgruppen hoch priorisiert.

Heute steht «Reformen Jetzt» - kurz vor der Bischofswahl, die für das Bistum St.Gallen Änderungen bringen wird – an einem anderen Punkt als vor einem Jahr: Der Moment ist gekommen, unsere Kräfte und Energien in andere Gefässe zu überführen und das partikulare Arbeiten zu beenden. Unsere Steuergruppe wird aufgelöst und keine neuen Anliegen mehr einbringen, aber die bereits eingebrachten und noch nicht erfüllten Vorstösse weiter konsequent verfolgen. Als Personen aus der Steuergruppe möchten und werden wir uns in vielfältigen bereits existierenden und auch neu entstehenden Gremien engagieren – darunter im Rat der hauptamtlichen Laienseelsorger/-innen, in synodalen Ortsgruppen und in der schweizweiten Allianz «Gleichwürdig Katholisch».

Diesen Weg möchten wir auch allen engagierten Gläubigen nachdrücklich empfehlen, die uns im letzten Jahr so tatkräftig unterstützt haben: Menschen, denen Reformen in und für eine geschwisterliche Kirche am Herzen liegen, haben im Bistum St. Gallen und darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten mitzuwirken. An folgenden Orten gibt es ein offenes Ohr für Reformanliegen und Synodalität für gemeinsamen Austausch:

Wenn Ihnen die Anliegen «Privatleben respektieren» und «Gleichstellung» wichtig sind

Wenn Ihr Herz für die Weihe und zur Sendung zum sakramentalen Dienst schlägt

Wenn Sie interessiert, was im Bistum St. Gallen für Gleichberechtigung und Gleichstellung passiert

Seit 2021 gibt es die «Bischöfliche Kommission Gleichstellung und Gleichberechtigung» im Bistum St.Gallen. Ihr Auftrag ist es, die Thematik Inklusion zu beobachten und an geeigneten Stellen im Bistum ins Spiel zu bringen. Ingrid Krucker und Matthias Koller Filliger leiten als Co-Leitung die Kommission. 2023 hat die Kommission ihre erste Eingabe «Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frau und Mann im Bistum St. Gallen» in der Bistumsleitung eingegeben und treibt seither diesen Fokus voran.
Menschen mit Anliegen oder Erfahrungen zum Bereich «Gleichstellung und Gleichberechtigung Frau und Mann in der Kirche» können sich gerne bei der Co-Leitung melden.

Wenn Sie über kirchliche Entwicklungen im Bistum St. Gallen mitreden wollen

Wenn Sie sich im dualen System des Bistums St. Gallen engagieren möchten

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